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Jahrhundertbauwerk
ensteht in MInden
Neue Schleuse verbindet Weser und Mittellandkanal / Alte Schleuse bleibt erhalten
Sie ist in erster Linie
für die Berufsschifffahrt bestimmt
- die neue Schleuse in Minden, die bis Dezember 2012 fertig gestellt sein soll. Doch diese Schleuse hat auch Bedeutung für die Sportschifffahrt, für die "Weiße Flotte" und den gesamten Fremdenverkehr der Region.
So ergeben sich Fragen zu dem Fortbestand der alten Schachtschleuse, zu der Gestaltung des Umfeldes und den Auswirkungen auf den Fremdenverkehr und auch den Bereich der Freizeitkapitäne. Auf Einladung der Sportschiffervereinigung Minden berichtete Hans-Jürgen Westermann vom Wasser- und Schifffahrtsamt Minden aus dieser Sicht über Planungen und Konzepte.
In einer Lichtbildpräsentation erläuterte der Sachbereichsleiter Bauwesen zunächst die gesamte vorgesehene Baumaßnahme, den Standort der neuen Schleuse und die vorgesehene Verkehrsführung. Erstmals konnte man die sehr beeindruckenden simulierten Bilder sehen, die darstellten, wie der Schleusenbereich später einmal aussehen wird. Und da zeichnen sich die Türme der alten Schachtschleuse unmittelbar neben dem neuen flachen Bauwerk ab, bilden zusammen mit diesem ein eindrucksvolles Bild, wie es sich den Passagieren der von der Weser kommenden Weißen Flotte einmal bieten wird.
Westermann machte Hoffnung, dass die alte Schachtschleuse durchaus noch viele Jahre bestehen und eventuell saisonal zur Entlastung der neuen Schleuse betrieben werden könne, solange der Betrieb kostenneutral zu ermöglichen sei und keine größeren Reparaturen anfallen würden. Eine endgültige Entscheidung darüber steht jedoch noch aus.
Neuer Platz für Weiße Flotte
Für die Schiffe der Weißen Flotte sind insbesondere Liegeplätze an der Westseite des Hafens oberhalb der Schleusen vorgesehen, also in unmittelbarer Nähe des Informationszentrums nahe der alten Mindener Schleuse, zukünftig in der Nähe beider Schleusen. Die Sportschiffer dürfen sich darüber freuen, dass sich die Schifffahrtsverwaltung bemüht, ihnen hier ebenfalls die Möglichkeit zum Festmachen zu schaffen, zumal hier das bevorzugte Ziel von Bootsbesatzungen sein dürfte, die aus anderen Regionen kommen. Nach der Außerbetriebnahme der Schachtschleuse könnte sich jedoch das Angebot der Liegeplätze für die Sportschiffer erheblich erhöhen.
Die großen Besucherströme dürften weiterhin mit Bussen anreisen. Für sie wird in unmittelbarer Nähe der Schleusen kein Parkplatz sein. Den sollen sie nach den derzeitigen Planungen unter den Kanalbrücken, die über die Weser führen, finden. In der Nähe der Schleusen werden Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten geschaffen, um die Fußwege möglichst kurz zu halten.
In diesem Zusammenhang brachte Hans-Jürgen Westermann eindeutig zum Ausdruck, dass die Förderung des Fremdenverkehrs eine Aufgabe der Stadt Minden sei, die eine andere Lösung offenbar derzeit nicht ermöglichen kann. Dazu gehöre auch das Angebot an Speise- und Erfrischungsgaststätten. Durch das Freiwerden eines Gebäudes des Wasser- und Schifffahrtsamtes Minden in der Nähe des Informationszentrums könne später etwas geschaffen werden, gegebenenfalls einschließlich öffentlicher Toiletten.
Rollstuhlgerechte Wege zu Aussichtpunkten
Für die Besucher sollen - natürlich rollstuhlgerechte - Wege zu markanten Aussichtspunkten angelegt werden, wo sie den Betrieb beider Schleusen unbehindert beobachten können. Der Weserradweg wird nach Abschluss der Schleusenbaumaßnahme keine Veränderung der Trassenführung haben, so Westermann. Während der Baudurchführung wird ein Umweg über Sympherstraße/Marienstraßenbrücke/Abfahrt auf der Ostseite zum Mittellandkanal weiter zur Fuldastraße, um dann auf die alte Trasse am Hauptpumpwerk zu gelangen, nicht vermieden werden können. Die durch die derzeitigen Arbeiten an der Spundwand im Unterwasser der Schachtschleuse eingetretenen Beeinträchtigungen sollen bereits Ende Mai 2008 aufgehoben werden.
Dieser Text wurde von Robert Kauffeld, Minden, für das Mindener Tageblatt (Ausgabe vom 17. März 2008) verfasst.
[Link zu weiteren Informationen zur neuen Schleuse]
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